Schwarzer Pfeffer – Tofu mit Spargel

von Julian

Als ich vor einigen Tagen über dieses Rezept für Schwarzer Pfeffer – Tofu mit Spargel gestolpert bin, war ich richtig geflasht.

Dieses simple Rezept ist denkbar einfach in der Zubereitung und wird jeden begeistern, der in den Genuss kommt es zu kosten.

Der besonders knusprige Tofu mit grünem Spargel wird mit einer einer wahnsinnig leckeren asiatischen Sauce serviert, die aus nur wenigen (aber dafür besonders guten) Zutaten hergestellt wird.

Der Star in diesem Essen ist der Tellicherry Pfeffer *. Wenn die grob gemahlenen Pfefferkörner in Öl ihren vollen Geschmack entfalten, werden sie pikant und aromatisch genug, um die gesamte Sauce zu würzen. Wo andere asiatische Saucen in der Regel noch Chilis oder zusätzliche scharfe Saucen verlangen, kommt diese mit dem Minimum aus.

Richtig zubereiteter Tofu ist das A und O.

Im Tofu stecken viele relevante Nährstoffe, wie Magnesium, Calcium, Eisen, Folsäure, Phosphor, eine Menge Vitamine und ein hoher Eiweißgehalt. Damit ist Tofu eine wichtige Proteinquelle für vegane und vegetarische Ernährung.

Wenn du glaubst, Tofu wäre langweilig, dann hast du ihn wahrscheinlich noch nie so gemacht:

Tofu wird nämlich nur dann so richtig knusprig und lecker, wenn er gründlich vom Wasser befreit wurde. Das lässt sich ganz einfach erreichen, indem du ihn zwischen zwei Küchenpapiere legst und dich mit deinem Gewicht etwas darauf lehnst.

Zudem wird der Tofu, bevor er in die Pfanne * kommt, in einer Schüssel mit Stärke und Salz angereichert und vermengt. Das entzieht ihm auch noch die letzte Flüssigkeit und sorgt für eine unwiderstehlich knusprige Kruste.

Bei Tofu gibt es unheimlich große Qualitätsunterschiede. Damit du nie wieder beim Einkaufen vor der Frage stehst, welchen Tofu du denn mitnehmen solltest, habe ich ein paar Merkmale für dich zusammengetragen, auf die du achten solltest:

So erkennst du guten Tofu:

  • Kurzes Haltbarkeitsdatum
    Wenn der Tofu Monatelang haltbar ist, hast du ein stark verarbeitetes Produkt vor dir. Tofu ist ein Frischeprodukt und hat daher unbehandelt eine begrenzte Haltbarkeit (maximal 20 Tage)
  • Nigari als Gerinnungsmittel
    Nigari ist aus Meerwasser gewonnenes Magnesiumchlorid und wird ursprünglich zur Gerinnung der Sojamilch eingesetzt. Es macht den Tofu zart und weich. Tofu wird aber oft mit Zitronensäure hergestellt, wodurch ein festerer Tofu entsteht. Wenn auf Nigari verzichtet wird, enthält der Tofu weniger Kalzium oder Magnesium und hat damit weniger wichtige Nährstoffe.
  • E-Nummern und Zusätze
    Durch den Zusatz von Konservierungsmitteln (zum Beispiel E-Nummern) kann Tofu für eine längere Zeit aufbewahrt werden. Ein wirklich guter Tofu benötigt diese nicht. Auch andere Zusätze wie Zucker sind überflüssig.
  • Gekühlte Lagerung
    Tofu, der ungekühlt im Regal steht, ist nie die Beste Wahl. Diese sind stark verarbeitet und pasteurisiert um möglichst lange haltbar zu sein. Zudem enthalten sie viele Konservierungsstoffe.
  • Soja aus der Schweiz oder Europa
    Im Hinblick auf die Natur ist Soja der in der Schweiz (oder in Europa) angebaut wird die beste Wahl. Dieser Soja ist nicht mitverantwortlich für die Abholzung von Regenwald. Auch der Einsatz von Pestiziden ist hier anders geregelt. Durch kürzere Transportwege des Soja, hat der Tofu eine bessere Ökobilanz.
  • Bio- oder Demeter zertifiziert
    Der beste Tofu ist wird im Einklang mit der Natur produziert. Bio- und Demeter garantieren einen zukunftsorientierten Anbau von Soja.
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Tellicherry Pfeffer – ein besonderes Highlight

Ein besonderes Highlight in dem Rezept für Tofu mit Spargel ist der Tellicherry Pfeffer *. (Vielleicht kennst du ihn sogar schon von meiner Pasta Cacio e Pepe?)

Er wird durch Fermentierung von echtem roten Pfeffer hergestellt. Tellicherry Pfeffer * ist scharf und hat einen unglaublich angenehm vollen, rauchigen Geschmack mit einer leichten Zitrusnote

Tellicherry gilt (neben dem Malabar Pfeffer) als einer der edelsten und wertvollsten Pfeffer der Welt. 

Egal ob du echten Tellicherry Pfeffer * (wozu ich dir zu 100% raten würde) verwendest oder einen anderen sehr hochwertigen Pfeffer – achte darauf, die Pfefferkörner, auf alle Fälle frisch zu mahlen oder – noch besser – zu mörsern.

Achte auch darauf, die Pfefferkörner in der Pfanne * nicht zu verbrennen, sonst kann der Geschmack schnell von scharf zu bitter wechseln.

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Schwarzer Pfeffer – Tofu mit Spargel

Besonders knuspriger Tofu mit grünem Spargel und einer asiatischen Sauce mit schwarzem Pfeffer.

  • Autor: Julian
  • Vorbereitungszeit: 10
  • Kochzeit(en): 20
  • Gesamtzeit: 30 Minuten
  • Menge: 2 1x

Zutaten

Scale
  • 400 g Erdnuss-Tofu
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • ½ Teelöffel Salz
  • Erdnussöl
  • 500g Spargel
  • 3 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl *
  • 1 EL (Tellicherry) Pfefferkörner
  • 2 Knoblauchzehen
  • kl. Stück Ingwer, geschält
  • 70 ml Sojasauce * (am besten salzarm)
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1 TL ungewürzter Reisessig *
  • weißer oder brauner Reis (gekocht, zum Servieren)

Arbeitsschritte

  1. Reis nach Packungsangabe zubereiten.
  2. Tofu zwischen zwei Küchenpapiere legen und überschüssiges Wasser herauspressen, indem du dich mit dem Körpergewicht leicht darauf lehnst.
    In Würfel schneiden und in einer Schale mit Stärke und etwas Salz vermischen.
    Die Tofuwürfel in etwas Erdnussöl auf hoher Hitze knusprig gold-braun anbraten.
  3. In der Zwischenzeit Spargel in gleichmäßige Stücke schneiden (ggf. holzige Enden entfernen) und sobald der Tofu fertig ist (aus der Pfanne * holen und beiseitestellen) den Spargel in der Pfanne * in etwas Olivenöl * bei mittlerer Hitze für 5-6 Minuten anbraten.
  4. Pfefferkörner in einer Gewürzmühle oder mit einem Mörser und Stößel grob zerkleinern und über den Spargel geben.
  5. Knoblauch und Ingwer mit einer Küchenreibe in die Pfanne * reiben;
    ebenso Sojasauce * und Rohrzucker hinzugeben. Alles kurz köcheln lassen.
  6. Reisessig * dazu und den Tofu wieder in die Pfanne * geben.
    Vorsichtig vermischen.
  7. Die Tofu-Spargel-Mischung auf einem Teller auf Reis anrichten und heiß genießen.
    Guten Appetit!

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2 Kommentare

Torsten Dahmke Mai 22, 2022 - 4:07 pm

Einfach und sehr lecker!

Antworten
Julian Mai 27, 2022 - 3:43 pm

Danke, freut mich sehr zu hören 🙂

Antworten

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