Kimchi selber machen

von Julian

Ich lerne zeige dir, wie du Kimchi selber machen kannst! Kennst du Kimchi überhaupt schon? Ein traditionelles koreanisches Gericht und eine super leckere und vielseitige Beilage, die durch Fermentation entsteht.

Die wichtigste Zutat dafür, die viele noch gar nicht genug auf dem Schirm haben, ist: Chinakohl!

Chinakohl ist aber nicht nur viel zu unbekannt, sondern – und das ist das Gute – mega gesund und vor allem auch regional.

Chinakohl – unbekannt und unterschätzt

Regional angebaut und gut zu Lagern

Chinakohl ist in vielen Teilen der Welt beliebt, aber er hat seinen Ursprung – wie der Name verrät – in China und auch in Korea. Dort wird er schon seit Jahrhunderten angebaut.

Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit wächst Chinakohl aber auch sehr gut in vielen anderen Regionen, darunter Europa und Nordamerika.

Hierzulande wird er von Herbst bis Frühling angebaut, da er kühleres Wetter bevorzugt. Er kann jedoch auch in Gewächshäusern oder unter geschützten Bedingungen während des Sommers angebaut werden.

Die Verfügbarkeit von Chinakohl variiert je nach Region und lokalen Anbaupraktiken. In vielen Gebieten kann er das ganze Jahr über in Supermärkten und auf lokalen Märkten gefunden werden, insbesondere natürlich in Gegenden mit einer großen asiatischen Bevölkerung, wo er eine wichtige Rolle für viele traditionelle Gerichte spielt.

Zudem ist Chinakohl wahnsinnig gut lagerbar. Daher kann man in Deutschland sogar bis in den April hinein regionalen Chinakohl kaufen.  

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Gesund und lecker

Ich finde Chinakohl aber natürlich nicht nur deshalb so geil, weil er regional, sondern natürlich auch, weil er lecker und äußerst gesund ist.

Er ist reich an Nährstoffen wie Vitamin C, Vitamin K, Folsäure und Antioxidantien. Diese Nährstoffe unterstützen das Immunsystem, fördern die Knochengesundheit und tragen zur Vorbeugung von chronischen Krankheiten bei. Zudem ist Chinakohl kalorienarm und enthält Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und das Sättigungsgefühl erhöhen können.

Geschmacklich ist Chinakohl mild und leicht süßlich. Er weist eine schön knackige Textur auf.
Seine zarten Blätter haben einen frischen Geschmack, der an Sellerie erinnern kann, aber weniger bitter ist.

Dank seiner milden Natur ist Chinakohl äußerst vielseitig in der Küche verwendbar. Er eignet sich hervorragend für Salate, Eintöpfe, Suppen und natürlich für die Herstellung von Kimchi, wo er durch Fermentation eine würzige, komplexe Geschmacksnote entwickelt.

Lass uns als nächstes herausfinden, was Kimchi genau ist und wie du Kimchi selber machen kannst.

Was ist Kimchi und welche Rolle spielt Chinakohl dabei?

Kimchi ist ein koreanisches Nationalgericht und wohl eines der bekanntesten fermentierten Lebensmittel der Welt. Es besteht hauptsächlich aus Chinakohl und einigen anderen Gemüsesorten wie Rettich, die in einer würzigen Paste aus Chili, Knoblauch, Ingwer, Salz und oft auch Fischsauce eingelegt werden.

Diese Mischung wird dann für einige Tage bis Wochen fermentiert. Der Fermentationsprozess verleiht Kimchi nicht nur seinen charakteristischen Geschmack und Geruch, sondern macht es auch zu einer reichhaltigen Quelle von probiotischen Bakterien, die die Darmgesundheit fördern. Kimchi ist zudem reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien.

Es gibt unzählige Variationen von Kimchi, je nach Region, Jahreszeit und persönlichem Geschmack. Manche sind scharf und knackig, andere mild und etwas säuerlich.

Kimchi wird oft als Beilage zu Reis, Fleisch, Fisch oder Nudeln serviert, kann aber auch als Zutat in Suppen, Eintöpfen oder Pfannengerichten verwendet werden oder – wie ich ihn auch liebe – einfach so als gesunder Snack.

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Kimchi selber machen

Kimchi ist ein traditionelles koreanisches Gericht und eine super leckere und vielseitige Beilage

  • Autor: Julian
  • Vorbereitungszeit: 15
  • Gesamtzeit: 15 Minuten
  • Menge: 2 1x

Zutaten

Scale
  • 1200 g Chinakohl
  • 24 g Salz
  • 1 Karotte (mittelgroß)
  • 150 g (Daikon-) Rettich
  • 2 Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten)
  • Für die Reispaste
  • 2 EL Stärke
  • 2 EL Sojasauce * (oder Fischsauce)
  • 140 ml Wasser
  • 60 g Koreanische Chiliflocken (Gochugaru)
  • 4 Zehen Knoblauch (oder mehr/ weniger nach Geschmack)
  • 1 Apfel
  • Kleines Stück Ingwer (daumengroß)

Arbeitsschritte

  1. Blätter vom Chinakohl abtrennen und abwaschen.
  2. Knoblauch, Zwiebel und Frühlingszwiebeln schälen und kleinschneiden.
    Karotte, Ingwer, Apfel und Rettich schälen und in eine Schüssel reiben oder in den Mixer geben.
    Alles in der Schüssel vermischen.
  3. Wasser und Stärke in einem Topf * verrühren und aufkochen bis eine zähflüssige Textur entsteht. Sojasauce * und Chiliflocken unterrühren. Anschließend in der Schüssel mit den anderen Zutaten vermengen.
  4. Die einzelnen Chinakohlblätter (am besten mit den Händen) beidseitig mit der Paste einreiben und nach und nach in ein Einmachglas stopfen, so das er kompakt und ohne große Luftlöcher das Glas ausfüllt.
    (ggf. etwas zerknülltes Backpapier oben ins Glas geben, damit der Kohl komprimiert im Glas bleibt)
  5. Einmachglas an einem kühlen Ort bei (15-20°) für fermentieren lassen und nach 2 Tagen abschmecken. Wenn ein kräftigerer Geschmack gewünscht ist, weiter fermentieren lassen, ansonsten das Glas in den Kühlschrank geben.
  6. Der eingekühlte Kimchi schmeckt sowohl als Snack als auch als Beilage (besonders zu asiatischen Gerichten)
    Guten Appetit!

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