Gebackener Lachs mit Rhabarber

von Julian

Dieses einfache Rezept für „Gebackener Lachs mit Rhabarber“ enthält eine der spannendsten Zutaten, die ich in letzter Zeit so verkocht habe. Der Name verrät es schon – es handelt sich um ein Gemüse, das viele eher als Obst einordnen würden: Rhabarber.

Daneben gibt es noch (auch das verrät der Titel – klar) Lachs zusammen mit Kartoffelpüree und Mangold.

Tipp: Wenn du lieber eine alternative zum Kartoffelpüree als Beilage hast, passen auch gebackenen Kartoffeln oder Wildreis ganz wunderbar.

Das Obst das in Wahrheit ein Gemüse ist: Rhabarber

Wahrscheinlich kennst du, wie so viele, Rhabarber auch eher als süßes Obst für Kuchen und ähnliches. In Wahrheit ist Rhabarber aber ein Knöterichgewächs und damit ein Gemüse.

Beim Geschmackstest in rohem Zustand erinnert mich das Aroma eindeutig an saure Äpfel. Dieser präsenten Säure steuern wir im Gebackener Lachs mit Rhabarber mit Ahornsirup entgegen. Das ergibt einen extrem geilen süß-sauer Kontrast, der eine grandiose Beilage für den gebackenen Lachs ergibt.

Tipp: Spar nicht am Ahornsirup und halte dich an die Mengenangaben aus dem Rezept. Der Rhabarber braucht „so viel“ davon, um richtig lecker zu werde, glaub mir.

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Am relevantesten für den Geschmack des Rhabarbers ist die Farbe. Hier wird zwischen grünem und rotem Rhabarber unterschieden. Es gilt: Je intensiver das Rot der Stangen, desto weniger sauer schmecken sie.

Aber was schmeckt ist ja leider nicht immer gesund. Rhabarber aber schon. Vorallem ist er nahezu gänzlich fettfrei und enthält nur wenig Zucker. Mit nur 13 kcal pro 100 g gehört Rhabarber zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt. Rhabarberstangen liefern Beta-Carotin (Provitamin A) sowie Vitamin C, viel Kalium und etwas Calcium.

Ursprünglich kommt Rhabarber übrigens aus Tibet und der Mongolei.

Die Saison für Rhabarber startet um Ende März / Anfang April und geht bis spätestens Ende Juni.

Das feine Omega-3 Wunder: Lachs

Lachs hat den Ruf teuer und fetthaltig zu sein. Aber was kann der beliebte Fisch eigentlich wirklich und was stimmt vielleicht gar nicht so, wie man es meint?

Fakt ist: Lachs gehört zu den fettreichsten Fischen auf der Welt. Aber ich kann Entwarnung geben. Immerhin handelt es sich um „gutes Fett“, das sich größtenteils aus ungesättigten Fettsäuren zusammensetzt. Besonders mit seinem hohen Omega-3-Fettsäuren kann der Lachs richtig punkten.

Wer seinen Gefäßen was Gutes tun möchte und die Anzahl von schädlichen Cholesterinen im Blut senken will, der kann gut und gerne zu Lachs greifen.

Besondres interessant in Hinsicht auf Lachs sind zahlreiche Studienergebnisse: Dass die Fettsäuren im Lachs das Risiko für einen durch Herzinfarkt verursachten Tod senken oder dass besonders für schwangere Lachs zu den empfehlenswertesten Fischarten gehört, weil (laut einer Studie) Kinder, deren Mütter zweimal pro Woche Lachs gegessen haben, deutlich seltener unter ADHS leiden. Auch haben Forscher erkannt, dass Omega-3-Fettsäuren eine vorbeugende Wirkung auf Brust- und Prostatakrebs haben können. 

Darüber hinaus hat Lachs große Mengen an B-Vitaminen, Mineralstoffen, Phosphor und Eisen, und Provitamin A, sowie eine gewaltige Portion Vitamin D (für starke Knochen und Zähne wichtig) zu bieten.

Naturheilkunde trifft leckere Küche: Mangold

Geschmacklich erinnern die Blätter von Mangold zwar an Spinat, aber sie schmecken viel intensiver und herber. Die Stiele haben ein eher sanftes, gemüseartiges Aroma.

Mangold gilt bereits seit langer Zeit als besonders hilfreich bei Nervosität und Unruhe. Auch gegen Darmträgheit wird er schon lange erfolgreich eingesetzt.

Mineralstoffe, wie Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium, sowie reichlich Vitamin A und ein solider Vitamin C Gehalt machen Mangold zu einem richtig gesunden Gemüse.

Um die beste Qualität und damit möglichst frischen Mangold zu finden, ist der erste Blick entscheidend. Stiele und Blätter sollten saftig und frisch wirken, kräftig grüne Blätter, die keine Verfärbungen haben, deuten auf einwandfreien Mangold hin.

Damit er so gut bleibt, sollte er immer möglichst frisch verarbeitet werden. 1-2 Tage kann er zwar im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, längere Lagerung ist aber nicht empfehlenswert, da er schnell schlapp wird und die tollen Nährstoffe verloren gehen.

https://youtu.be/hSlQHMnxohE
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Gebackener Lachs mit Rhabarber

Gebackener Lachs mit Rhabarber ist mal ein etwas anderes Essen. Ausprobieren ist Pflicht!

  • Autor: Julian
  • Vorbereitungszeit: 10
  • Kochzeit(en): 30
  • Gesamtzeit: 40 Minuten
  • Menge: 2 1x

Zutaten

Scale
  • 1 kg Kartoffeln
  • 2 Schalotten (oder ½ rote Zwiebel)
  • 2 EL Olivenöl *
  • 2 x 30cm lange Stangen Rhabarber
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Balsamico-Essig (alt: Sherry-Kochwein)
  • 180 g Lachsfilets
  • Salz
  • Pfeffer
  • 50 g Thymian
  • 60 ml Mandelmilch
  • Muskatnuss
  • 1 Bund Mangold
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Bio-Zitrone

Arbeitsschritte

  1. Ofen auf 120° vorheizen.
  2. Kartoffeln schälen, würfeln und in einen Kochtopf * mit relativ wenig Wasser (den Boden etwa mit 2-3 cm auffüllen) geben um diese zu dämpfen. Etwa 15 Minuten mit geschlossenem Deckel bei hoher Hitze dämpfen.
  3. In der Zwischenzeit die Schalotte schälen und in feine Ringe schneiden.
    Für 1-2 Minuten in etwas Olivenöl * in einer ofenfesten Bratpfanne * anbraten.
  4. Die Enden vom Rhabarber abschneiden und ihn in etwa 5 cm lange Stücke schneiden (und n.B. diese der Länge nach halbieren).
    Rhabarber zu den Schalotten geben und ebenfalls anbraten.
  5. Ahornsirup und Balsamico-Essig in die Bratpfanne * geben und alles gemeinsam etwas anbraten.
  6. Das Lachsfilet ggf. mit einem scharfen Messer * von der Haut trennen.
    Die Zutaten in der Bratpfanne * zum Pfannenrand schieben und das Lachsfilet zum Braten in die Mitte der Pfanne * geben.
    Alle Zutaten in der Pfanne * salzen und pfeffern und etwa die Hälfte des Thymian auf den Lachs geben.
    Anschließend die ofenfeste Bratpfanne * in den Ofen geben.
  7. Wenn die Kartoffeln gar sind (zum testen mit einer Gabel anstechen. Gleitet die Gabel ohne viel wiederstand in die Kartoffel, ist sie gar), zerstampfen und mit Mandelmilch und Muskatnuss vermengen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Knoblauch schälen und kleinschneiden und in einer weiteren Bratpfanne * in etwas Olivenöl * anschwitzen.
    Mangold ebenfalls kleinschneiden und mit in die Pfanne * geben.
    Den Abrieb von der Bio-Zitronenschale, sowie dem Saft der Zitrone dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Alle Zutaten auf einem Teller anrichten und heiß genießen!
    Guten Appetit!

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